Sonntag, 24. Dezember 2006

umzug

nachdem ich bei blogger schier wahnsinnig geworden bin, habe ich mich, wie schon viele vor mir, entschieden, zu wordpress zu wechseln.

ihr findet mich jetzt unter dieser adresse:
http://adi5767.wordpress.com/

Freitag, 22. Dezember 2006

reminder

da ich hoffe mit dem blog mehr zu erreichen als mit einer email kette, leite ich euch hiermit eine mail von heute weiter. wenn ihr wollt, schneidet den text aus und sendet ihn an freunde und bekannte weiter.




It is now more than 60 years after the Second World War in Europe ended. This e-mail is being sent as a memorial chain, in memory of the six million Jews who were massacred. Now, more than ever, with Iran , among others, claiming the Holocaust to be "a myth," it is imperative to make sure the world never forgets.
This e-mail is intended to reach six million people worldwide! Join us by e-mailing it to your friends and be a link in the memorial chain and help us distribute it around the world. Please don't just delete it. It will only take you a minute to pass this along - Thanks!

Donnerstag, 21. Dezember 2006

chanukka - eine zwischenbetrachtung

heute abend bin ich auf meiner letzten chanukkah-party. dann wars das schon fast für dieses jahr. irgendwie ist es doch traurig, dass die zeit immer so schnell vorbei gehuscht ist, immerhin hat es mir dieses jahr viel spass gemacht. es war aber auch so viel los wie nie zuvor in meinem leben - muss wohl an berlin liegen.

dies jahr habe ich auch viele neue erfahrungen und informationen zu chanukkah mitgenommen , ebenfalls wie noch nie zuvor. so gab es einige fragestellungen, die einfach durch diskussionen hier am kolleg unter uns studenten entstanden sind und oft mit interessanten antworten beantwortet wurden.

so zb.:
es ist sefardischer brauch, den schames (die kerze, die jeden tag zusätzlich zu den chanukkah-kerzen angezündet wird) als letzte anzuzünden und nicht, wie "wir" es gewohnt sind, als erste, um damit die anderen kerzen zu entzünden. grund hierfür: die chanukkah-lichter sollen uns nicht als lichtquelle dienen, z.B. zum lesen usw. daher entzünden wir diese eine zusatzkerze als profanes licht. wenn wir sie zu anfang zünden, sprechen wir ja die bracha darüber, was sie eigentlich auch vom profanen abtrennt. also, erst alle kerzen der chanukkia entzünden und dann sozusagen extra, das profane licht.

was mich zu einer weiteren tschuwa (antwort) führt. eigentlich brauchen wir den schames nicht mehr. als profane lichtquelle haben wir elektrisches licht. also einfach den lichtschalter betätigen. (aber was ist dann mit der romantik)...

auch sehr interessant ist die frage, wann sollen wir eigentlich die kerzen zünden. die mitzwa, die wir erfüllen sollen, ist ein licht zu entzünden, als sichtbares zeichen zur erinnerung an die wiedereinweihung des tempels. ein zeichen muss auch gesehen werden und zwar von anderen. darum sagen die rabbinen, muss das licht in der dämmerung angezündet werden, solange noch markt-zeit ist, so dass die menschen auf ihrem weg nach hause das licht sehen.

szenenwechsel: wir befinden und in eretz israel oder babylon vor rund 1.500 bis 1.800 jahren. nachts war da niemand mehr auf der straße. mit dem untergehen der sonne waren entsprechend alle von der straße verschwunden. es war stock dunkel. also macht das mit dem anzünden in der dämmerung, also etwa eine halbe stunde vor dem endgültigen sonnenuntergang sinn.

zurück zu heute. gemäß der anforderung, dass möglichst viele passanten das licht sehen sollen, muss man sich also überlegen, wann dies der fall ist. es kann also sinn machen, wenn man gegenüber von einem theater wohnt, die kerzen zum zeitpunkt des endes der abendvorstellung zu zünden. oder, durch die verlängerung der einkaufszeiten, erst um 22.00 uhr, da dann die meisten menschen auf dem weg nach hause sind.

übrigens, sollte man, so meine meinung, die kerzen immer am fenster anzünden. auch dann, wenn man glaubt, dass eh keiner erkennt was man da macht und juden dort eh nicht leben ..., man weiss nie. vielleicht kommt gerade an dem abend jemand an eurem haus vorbei, der es eben doch weiss, der eure mitzwah zu schätzen weiss. es geschehen ja doch ab und an wunder
:-)

in diesem sinne
chanukkah sameach

Dienstag, 19. Dezember 2006

Fast vergessen?

erinnert ihr euch an die drei soldaten, die siesen sommer entführt wurden und die dessen befreiung mal das oberste ziel der regierung in israel war. es ist verdammt lange her, dass die drei in der öffentlichkeit erwähnt wurden, zumindest hier in deutschland. und auch in den zahlreichen jahresrückblicken ist das schicksal von Gilad Shalit, Udi Goldwasser und Eldad Regev zur randnotiz geworden.

vielleicht gibt es noch irgendjemanden auf palestinesischer und libanesischer seite, mit dem sich auf diplomatischen wege etwas bewirken lässt, aber meine hoffnung schwindet, dass die freilassung der drei zu einem chanukka wunder werden könnte. aber wie heisst es so schön: "die hoffnung stirbt zu letzt" und darum sollten wir beim zünden der kerzen auch an die drei soldaten im speziellen und alle vermissten menschen grundsätzlich denken und für eine baldige, sichere rückkehr beten.

eine möglichkeit, virtuell ein zeichen zu setzen, besteht auf der website der WZO (World Zionist Organisation) in zusammenarbeit mit YNET. tragt euch einfach ein und entzündet ein licht:
http://or.ynet.co.il/

Montag, 18. Dezember 2006

zeit für ein wunder?!

habt ihr alles chanukkah-geld beim dreidl-spiel verloren, oder habt ihr noch etwas übrig, das ihr für einen guten zweck spenden könntet?
ich war heute abend auf einem benefizkonzert zugunsten eines jungen paares, dass durch (bürokratische) richtlinien getrennt wurde und nun geld für - in meinen augen einen bürokratischen scherz - zahlen muss.
fangen wir aber von vorne an: inna goldberg (20), ursprünglich aus der ukraine, ist eine junge jüdin, die in ihrer heimatstadt hameln 1998 ihre große liebe kennengelernt hat. im dezember 2005 wurde ihr freund, nach 15 jährigem aufenthalt in deutschland, zusammen mit seiner familie aus deutschland abgeschoben, nicht weil er straffällig wurde, oder weil er dem staat "unnötige" kosten verursachte (im gegenteil, er machte gerade eine ausbildung), sondern weil das aufenthaltsrecht ausgelaufen war. KACHA.
die beiden heirateten im februar 2006 und er beantragte ein visum zur familienzusammenführung. inna berichtete heute abend:
"doch dieser prozess sollte länger dauern und fürchterlicher sein, als wir es uns je vorstellen konnten. mein alltag bestand nun daraus, in jeder freien minute behördengänge zu erledigen und dafür zu kämpfen, dass er wieder zurückkommen darf." es folgten viele weitere steine auf innas weg, inklusive einer prüfung, ob es sich bei der ehe nicht um eine scheinehe handelte. "jetzt stehe ich vor einer hürde, die ich auch mit aller willenskraft und kampfgeist nicht mehr alleine bewältigen kann. für die einreise meines mannes verlangt die ausländerbehörde 5.000,- euro von mir".
der staat verlangt von den beiden die zurückerstattung der entstanden abschiebekosten. das klingt absurd, scheint aber wohl eine bürokratische realität zu sein. lange darüber zu diskutieren würde nur die schnelle wiedervereinigung der beiden verhindern. das eine junge schülerin 5.000,- euro nicht aus der portokasse zahlen kann ist verständlich, für uns alle zusammen aber sicher machbar.
chanukkah ist ein fest, dass uns an ein wunder erinnern soll und daran, dass wir für einander einstehen können. ich glaube, dass dies genau ein solcher anlass ist. inna wünscht sich nichts mehr, als
"endlich wieder ein normales, glückliches und vor allem gemeinsames leben" mit ihrem mann führen zu können.
bitte helft ihr dabei und spendet ein wenig von eurem chanukkah-geld:
Spendenkonto: Inna Goldberg, Berliner Volksbank, BLZ 100 900 00, Konto 73 22 16 40 11.

Sonntag, 17. Dezember 2006

Chanukkah Sameach

All' meinen Lesern wünsche ich Chanukka Sameach.

Dienstag, 12. Dezember 2006

In Chajms Blog läuft gerade eine interessante Diskussion, auf die ich Euch hiermit gerne verweisen möchte. [HIER SOFORT LESEN]

Ausgang ist ein Zeitungsartikel in der österreichischen "Die Presse ", in dem über einen jungen Polen berichtet wird, der auf Grund von Archivfunden über seine eigene jüdische Identität erfährt und sich vom aktiven Skinhead zum gläubigen Juden wandelt.

Einige Leser hat das ganze an den Film The Believer (bei Amazon, ca. 25,- Euro, sehr gut angelegtes Geld) erinnert. Einen Trailer findet Ihr ebenfalls bei Chajm auf der Seite.

Meine Frage, die sich in dem zusammenhang stellt:

Wie würdet Ihr Euch verhalten, wenn jemand zu Euch in die Gemeinde kommt und einen Gijur (Übertritt zum Judentum) machen möchtet, er aber eine “rechte” Karriere hinter sich hat. Gilt das in Euren Augen auch als T'schuwah (Umkehr)?

Bitte beteiligt Euch an der Diskussion in Chajms Blog. Ich bin gespannt was Ihr dazu denkt?!

Montag, 11. Dezember 2006

Bitte handelt jetzt

IRAN’S HOLOCAUST DENIAL CONFERENCE CONVENING TODAY

PLEASE ACT NOW

As you read this, the Iranian regime is gathering 70 Holocaust revisionists from 30 countries to participate in a Holocaust denial conference in Tehran entitled, “The Holocaust: A World Prospect.” This development comes after Iranian President Mahmoud Ahmadinejad’s claims that the Holocaust was ‘a myth’ and the sponsoring of an international Holocaust cartoon contest in Tehran earlier this year.

Such lies cannot go unchallenged.

We therefore ask you
to join the Wiesenthal Center’s petition to United Nations Secretary-General-designate Ban Ki-moon urging him to step up the UN’s commitment to fight against the desecration of the memory of the Holocaust and to honor the words of Secretary-General Kofi Annan when he stated at a Holocaust Memorial Day Commemoration in January of 2006, “Holocaust denial is the work of bigots. We must reject their false claims whenever, wherever, and by whomever they are made."

Secretary General Annan has also stated, “The United Nations was founded as a reaction to the horrors of World War II.” But, this conference mocks the very founding principles of the United Nations and ridicules the General Assembly resolution designating January 27th as an annual International Day of Commemoration in memory of the victims of the Holocaust.

Simultaneous to the Tehran hate-fest, the Simon Wiesenthal Center is convening ‘Witness To The Truth,’ a three-city videoconference in Los Angeles, New York, and Toronto, bringing together Holocaust survivors whose first hand accounts of the horrors of the Nazis' Final Solution will expose and debunk the deniers.

The Iranian regime, which has threatened genocide against the Jewish State, is using Holocaust denial as Statecraft. Its ultimate goal is to demonize the Jewish people, her history, values and faith. We dare not be silent.

Please use this link to sign the petition now - these threats cannot be left unchallenged. And after signing the petition, please use the forward-to-a-friend function to send this important message to your friends and family today.

The Simon Wiesenthal Center is one of the largest international Jewish human rights organizations with over 400,000 member families in the United States. It is an NGO at international agencies including the United Nations, UNESCO, the OSCE, the OAS and the Council of Europe.

For more information, please contact the Center's Public Relations Department, 310-553-9036.

kleine entschuldigung

ihr lieben leser,
es tut mir sehr leid, dass ich momentan nicht so viel zum schreiben komme. aber zurzeit stecke ich bis über beide ohren in uni-kram. und dabei habe ich soviel an interessanten dingen die letzten wochen erfahren, dass ich gleich ganze romane schreiben könnte.
auf jeden fall schreibe ich euch noch was nettes vor chanukka (bis dahin könnt ihr ja schreiben, wann ihr (uhrzeitmäßig) die chanukka-kerzen zündet und wo (fenster, tür, hauseingang, straße ...) und warum?) .
ab nächste woche wird es bei mir wieder etwas ruhiger, versprochen.

Donnerstag, 30. November 2006

adon olam

als beweis, dass ich wirklich meine abonnierten mailinglisten durchsehe, soll euch nachfolgender youtube link dienen, der heute von bearsheva (hast du nicht auch einen blog, den ich hier miteinbinden kann?) gepostet wurde. film spass mit einer ungewöhnlichen aber guten interpretation von adon olam:




mehr zu dem sänger auf seiner homepage: Jehuda Glanzu

Montag, 27. November 2006

brücken bauen

die tage habe ich wieder einmal an einer dialog-veranstaltung teilgenommen. diesmal war ich nicht der "aktive jude", der ausgefragt wurde, sondern eher stiller beobachter.
ein christlicher teilnehmer, mit großem kreuz um den hals, stellte nachfolgende frage, die ich zum anlass nehme, hier meine überlegungen dazu mit euch zu teilen:
können missanische juden ( jews for jesus) als brücke zwischen christen und juden dienen?
vorweg: messianische juden sind keine juden, auch wenn es ihre selbstbezeichnung nahelegen möchte. sie glauben an jesus als messias und sind somit schlicht und einfach christen. mir stellt sich also folgerichtig die frage, ob jener christ einen anderen christen benötigt um eine brücke zu mir, bzw. zu juden im allgemeinen zu bauen. wenn dem so ist, kann er gerne auch einen solchen christen zu rate ziehen, obwohl mir ein katholik lieber wäre.
ich befürchte aber, dass jener mann etwas anderes meinte, als einen speziellen weg der kontaktaufnahme. gemeint war, ob nicht messianische juden, die sich ja der ideen zweier religionen bedienen, als vorbild dienen könnten, um aus zweien eins zu machen. und hier kann ich seine frage NUR mit einem nein beantworten.
ich bin gegen gleichmacherei und einheits-was-auch-immer. beide religionen stehen für sich und haben ihre eigenen festen fundamente, auf denen sie ruhen. und chrsiten sollten sich der ihrigen fest bewusst sein, so wie juden der eigenen. denn wenn beide seiten sich selbst sicher sind, dann kann auch ein wirklicher dialog stattfinden, der zu einer echten brücke wird. es ist wie im wirklichen leben. wenn beide uferböschungen fest verwurzelt sind, hält auf ihnen auch eine brücke. versucht man aber aus beiden böschungen einen überweg zu bauen, wird er vom wasser weggespült. übrig bleiben zwei auf dauer beschädigte flussseiten.

Samstag, 25. November 2006

interreligiöser dialog

was nettes von youtube:

Dienstag, 21. November 2006

Synagogentest II

seid simacht torah sind ja schon wieder einige wochen ins land gezogen und selbstverständlich habe ich meine hopping-tour fortgesetzt, jedoch in nicht so großen sprüngen, wie ursprünglich geplant.

meinem test kann ich als neu-entdeckung nur das fraenkelufer hinzufügen, jedoch möchte ich noch etwas auführlicher auf beit or in der oranienburger synagoge eingehen, da ich diese gemeinde am längsten in berlin kenne und hier schon oft mitbeter sein durfte.
zunächst ans fraenkelufer. es war insgesamt das dritte mal, dass ich dort war und immer wieder erfreut mich die freundliche begrüßung, die einem dort entgegen gebracht wird. es ist nicht nur der gabbai, der einem freundlich die hand reicht, sondern mehr oder weniger alle anwesenden strahlen aus, dass man willkommen ist.

der ritus ist konservativ-orthodox. als siddur liegen shma kolenu und die hefte der zwst aus. frauen und männer sitzen (irgendwie) getrennt, aber nicht räumlich getrennt, es ist irgendwie wie in einem fussballstadion - in block a sitzen die frauen, in den restlichen die männer. ob und wie weit frauen zur torah aufgerufen werden, oder anderweitig eingebunden werden, weiss ich noch nicht, aber vielleicht wisst ihr ja schon mehr, andernfalls bekomme ich das sicher in den nächsten wochen raus. grundsätzlich habe ich aber den eindruck, dass frauen ebenfalls herzlich willkommen sind. essen gibt es nicht. die synagoge am fraenkelufer erhält von mir 3 von 5 sterne.

welchseln wir die lokalität zu der frauenversteher-synagoge schlechthin. okay. das ist vielleicht böser gesagt als gemeint, aber, die gemeinde, die einer jüdische frau, die aktiv am syagogenleben teilhaben will, am meisten entfalltungsmöglichkeiten bietet, ist und bleibt beit or in der oranienburger synagoge. hier darf frau aus der torah vorlesen, wenn sie möchte auch mit ihrem kind auf dem arm, die draschah darf feministische züge haben und eigentlich alles darf von frauen gestaltet werden. manchmal, aber das ist wirklich die ausnahme, geht das ganze zu lasten einer ausgewogenen verteilung zwischen frau und mann, und die benachteiligung von männern kann ja wohl nicht sinn und zweck der ganzen übung sein.
am meisten stört mich an der synagogengemeinde beit or die unterschwellig schwelenden kämpfe. den einen ist die gemeinde zu liberal, den anderen zu konservativ, die einen mögen den nicht, die anderen das nicht, da gibt es den einen minjan, da den anderen ...usw. auch mir, der nur unregelmäßig die gemeinde besucht, bleibt die spannung nicht verborgen - eindeutig ein schabbat-launen-abtörner.

aber, da ich ja auch eine vorstellung von dem habe, wie die G'ttesdienste dort aussehen sollten, hier meine zwei anmerkungen: eine weitere traditionelle synagoge braucht berlin nicht, also weg mit dem mussaf, den 7 alliot, und den 50tausend kaddisch-wiederholungen. man bzw. frau kann ab und an auch mal ein gebet auf deutsch oder russisch sagen, denn das ist die tradition in der eigentlich die gemeinde stehen sollte. böse könnte man sonst in einigen jahren behaupten, beit or sei ein orthodoxer frauen minjan.

der anschließende kiddusch mit ordentlichem (mitgebrachtem) essen ist ein echtes highlight. die stimmung ist fröhlich und er gibt auch gästen das gefühl, am shabbat teil einer jüdischen familie zu sein. aber - und dies ist meine zweite anmerkung - leider viel zu selten. warum nicht jede woche, und dann bitte freitag abends und samstags. es gibt genügend einsame jüdische menschen, auf die nur eine dunkle wohnung wartet. die gemeinde sollte hier ihr großes plus an offenheit nutzen. und seid nett mit dem menschen, der das ganze vorbereitet, eine echte meisterleistung.

eine weitere meisterleistung ist die aktuelle website . für beit or 3,5 sterne von 5 .

Montag, 20. November 2006

Shabbot










mehr vom frechsten jüdischen robboter auf http://shabot6000.com - und dann ins archiv.

Ganz im Norden

Wolltet Ihr schon immer wissen, wie jüdisches Leben in Schweden möglich ist, dann schaut noch mal in folgenden Blog http://mischpoke.wordpress.com/. Hier erfahrt Ihr einiges über eine etwas andere Vielkinderfamilie im Norden Europas.

Griff ins Klo

heute hate ich in meinem email eingang eine mp3 datei mit dem dateinamen "deutschlandhymne 2015". die email ging schon etwas länger durch die virtuelle republik, eine typische kettenmail eben.
da die mail von einem freund kam und mein virenscanner nicht maulte habe ich die datei geöffnet und mir angehört, wie sich der komponist die deutsche nationalhymne im jahre 2015 vorstellt. es ist das deutschlandlied (der text, 3.strophe) in deutsch gesungen, aber auf eine orientalische-türkpop-melodie.
witzig gemeint, aber ein richtiger griff ins klo. den hinter dem vermeintlichen spass steckt eindeutig ein fremdenfeindliches motiv. in nicht ganz neun jahren wird - und das ist die botschaft, die ich daraus höre - deutschland orientalisiert sein. dann ist deutschland türkisch. willkommen in der angstmacherwelt.
wenn ihr solche mails bekommt, dann schickt sie bitte nicht weiter, sondern schickt sie zurück an den absender, mit dem hinweis, dass er/sie sich mit diesem vermeintlichen spässchen zum handlanger von rechten a-löchern macht. wie heisst es so schön "wehret den anfängen...", man ist schneller mitläufer, als einem lieb ist.

Samstag, 18. November 2006

Eingeweiht




Nun bin ich ein weiteres Stück in Berlin angekommen. Unsere Berliner Wohnung ist jetzt eine jüdische Wohnung, nachdem wir nach einem schönen Shabbat-Ausgang eher spontan die Mezusot an die Türen angebracht haben.


Dienstag, 14. November 2006

Buchtipp

Ich bin ja so glücklich, dass der dtv sich entschlossen hat, eines der wichtigsten Bücher zum Judentum wieder zu verlegen.

Trotz des eher abschreckenden Umschlages handelt es sich bei Marek Halter, Alles beginnt mit Abraham. Das Judentum, mit einfachen Worten erzählt nicht um ein reines Kinderbuch, sondern um ein Buch, dass jeder, der eine gute Einführung in ein lebendiges und gelebtes Judentum haben möchte, lesen sollte.

Das Buch beschreibt das Judentum aus der Sicht eines Judens, der sich bewusst für das Judentum entschieden hat, d.h. man merkt jeder Seite des Buches an, dass es wahrhaftig ist, ohne dabei pathetisch zu werden. Er verbindet die Aussagen, die er zum Judentum macht, mit eigenen, sehr persönlichen, Lebenserfahrungen.

Also, um mich einer der Worte Chajms (Chajms Blog ->) zu bedienen: KAUF BEFEHL und VERSCHENK BEFEHL. Lasst es den dtv nicht bereuen, das Buch wieder aufgelegt zu haben.

Spontaner Protest

Viele von Euch haben sicher schon in den Online-Ausgaben der israelischen Tageszeitungen die Diskussionsforen zu jedem Artikel entdeckt. Oft geht es ihnen heftig zur Sache - leider ab und an auch mit recht persönlichen Angriffen.

Aber es ist eine Form, einen Beitrag zur öffentlichen Meinung zu leisten. Viele Kritiker meinen aber, und nicht ganz zu unrecht, dass das Internet so anonym sei, dass die hervorgebrachten Statements in der virtuellen Welt so schnell verpuffen wie sie veröffentlicht wurden und damit keinen Beitrag zur realen Politik leisten.

Dieser Kritik haben einige, in meinen Augen sehr pfiffige, Israelis ein Schnippchen geschlagen. Sie nutzen die Foren um sich zu spontanen Demonstrationen zu verabreden. Der politische Beitrag im virtuellen wird in die reale Welt getragen.

Die online-Redaktion der heute-Nachrichten haben hierzu einen schönen Beitrag veröffentlicht:

Man weiß nie, wann es passiert. "Plötzlich sind sie da. Man weiß noch nicht mal, worum es diesmal gehen wird", sagt der Polizist und schaut auf die rund 40 Demonstranten, die sich an einem Dienstag zwischen Feierabend und Hauptnachrichten vor dem Justizministerium in Jerusalem versammelt haben. "Freiheit für Schlomo", hat jemand auf ein Stück Karton geschmiert. Heute geht es - und das ist kein Scherz - um einen fluchenden Papagei, der von einem Religionsgericht wahlweise zum Tode oder zum Herausschneiden der Zunge verurteilt worden ist. [...weiter lesen ...]

Dienstag, 7. November 2006

Piyutim - Ein Linktipp

Die Tage hat mir Jonah eine geniale Website gezeigt. Sie ist Piyutim, also religiösen Dichtungen/Kompositionen gewidmet.

Das besondere an dieser Seite sind die vielen zusammengetragenen Piyutim aus der ganzen jüdischen Welt, und das ganze ist garniert mit den dazugehörigen Sound-Dateien zum anhören.

Ich wünsche Euch so viel Spass beim Erkunden dieser Seite, wie ich ihn zur Zeit habe. Bitte schreibt in den Kommentar, welches Lied Euch am besten gefällt. Ich bin gespannt.

http://www.piyut.org.il/english/

The piyut began as sacred poetry adorning the prayers of the individual and the community, as well as religious rituals. The piyut is sung by the cantor and the congregation as part of the prayers. Over the years the piyut, a living creative work that is constantly renewed, widened its scope and reached out beyond the range of prayers. There are piyutim that follow the yearly cycle: Shabbat songs and piyutim for holidays and festive occasions; songs of supplication; and piyutim that follow the human life cycle: from birth (piyutim for a Brit and for the birth of a daughter), through Bar and Bat Mitzva, to marriage, and back to the beginning. The piyutim are usually sung in a communal framework. It is the community that has integrates the piyutim from their earliest development to this day. The community brings together the hearts of its members – whether within the family or the community at large participating in a celebration, whether praying with a congregation in synagogue, or whether singing the songs of supplication together.

Definition: A piyut (plural piyutim) is a liturgical poem. The term is derived from the Greek word meaning poetry. The term refers to all sacred poetry written in Hebrew. piyutim were first written in Israel from as early as the first centuries.

Labels


Shalom

oy weh! ein jude ...

Mein Bild
Charlottenburg, Berlin, Germany
שלום Shalom, wolltet Ihr schon immer mal wissen, was so ein Rabbinerstudent in Berlin alles erlebt? Nun, mein Blog soll Euch einen kleinen Einblick gewähren. Kurzinfos zu meiner Person: Rabbinerstudent im ersten Jahr, 35, verheiratet, zwei Katzen, zur Zeit in Berlin, aber im Herzen in München und Jerusalem, Aktiv bei arzenu Deutschland, ReChtSCHreibMuffel

Jewish Blogs

Webring:
Blogs von Juden in Deutschland

Vorheriger Blog Liste aller Blogs Zufälliger Blog Mitmachen! Nächster Blog